Über das Bauwerk

Gelände, Klausur und angrenzende Gebäude

Die Klosterkirche von außen
Die Klosterkirche von außen

Die Klausur und angrenzende Gebäude von einst sind in ihrem ursprünglichen Ausmaß noch gut zu erkennen. Der Zinsspeicher (heute Museum zum dörflichen Leben) weitere Nutzungsgebäude (heute Grundschule und Hort), der Wirtschafthof und der sich daran anschließende Klosterteich führen den Besucher an einen eindrücklichen Ort. Die mächtige Klosterkirche fällt in Blick. Zu sehen ist, dass dem Langhaus westlich vorgelagert eine teilweise gut erhaltene Vorkirche ist. In sie muss der Besucher hineingehen, möchte er das Langhaus der Kirche betreten. Eintritt in das Innere der Kirche gewährt die Himmelspforte. Sie ist als ein Portal aus Sandstein mit vier Bögen und sieben Profillinien gestaltet worden. Ein Tympanon, ausgeprägt als Himmelsgewölbe, schließt die Pforte nach oben ab. In dessen Mitte ist das österliche Kreuz, umrangt von Blattornamenten, reliefartig gestaltet worden. Die rahmende Inschrift unterstreicht den Sinngehalt dieses Portals: »Den in der Taufe Gewaschenen ist dies die Pforte des Heils«.

Das Langhaus

Innenansicht des Langhauses der Klosterkirche
Innenansicht des Langhauses

Das Langhaus wird links und rechts von jeweils sechs Pfeilern und sieben Bögen getragen. Ihre Gliederung und ornamentale Ausgestaltung ist ursprünglich. Langhaus und Mönchskirche werden heute durch ein großes dreigliedriges romanisch gestaltetes Fenster getrennt, durch das viel Licht in das Innere fällt. Reste eines einstigen Lettners kennzeichnen den Ort, von dem aus bis in die Vierung hienein die täglichen Stundengebete gehalten worden waren. Ein Altar aus Sandstein mit dem spätgotischen Christus kennzeichnen heute die geistliche Mitte der Klosterkirche. Das Hauptschiff des Langhauses und links und rechts jeweils das Seitenschiff werden mit einer flachen Holzdecke abgeschlossen. Die jeweils acht Fenster der Obergaden lassen zusätzlich vom Himmel herab viel Licht in den Raum. Auf diese Weise vermittelt das Innere der Kirche heute dem Besucher Erhabenheit und Würde und zwingt ihn zur Konzentration, zum Gebet und zu stiller Betrachtung. Äußerlich fallen die Vierungstürme auf, wobei der westliche 1758 eine barocke Haube mit vergoldetem Knopf erhalten hatte und der nördlich infolge eines Brandes nur noch als Rudiment in Höhe des Langhauses vorhanden ist.

Neues Dach und Gemeindezentrum

Bauvorhaben der Stiftung Klosterkirche (Animation)
Bauvorhaben der Stiftung Klosterkirche (Animation)

»Mitten im Leben«, so lautet das Motto des Bauvorhabens, das die Stiftung der Klosterkirche Thalbürgel in den nächsten 4 Jahren verwirklichen möchte: Die Form des neuen Dachs über der Vorkirche (links) und dem neuen, dringend benötigten Gemeindezentrum (rechts) schmiegt sich wie ein Tuch im Wind in die bestehende Situation ein. Sie greift in ihrem leichten Schwung das Landschaftsbild der Umgebung auf, umspielt die Klosterkirche und betont die charakteristischen Elemente des Ortes: das Eingangsportal, die Vorkirche und den Kreuzgang.