Lea Birringer wurde mit neun Jahren als Jungstudentin an der Hochschule für Musik Saar aufgenommen. Ihre Ausbildung setzte sie am Institut für Hochbegabtenförderung der Universität Mozarteum Salzburg bei Igor Ozim fort, bei dem sie später auch ihren Bachelor mit Auszeichnung absolvierte. Ihren Master schloss sie in Wien bei Pavel Vernikov, ebenfalls mit Auszeichnung, ab. Wichtige künstlerische Impulse erhielt sie zudem von Stephan Picard, Vadim Gluzman, Julian Rachlin, Pierre Amoyal und Itzhak Rashkovsky. Nach ihrem Hochschulabschluss unterrichtete Lea Birringer als Assistentin von Pavel Vernikov an der Haute École de Musique de Lausanne, Standort Sion, und war langjährige Gastdozentin an der Accademia d‘Archi Arrigoni in Italien. In den letzten Jahren gab sie Meisterkurse in Europa, Lateinamerika und den USA und unterrichtete wiederholt an der Hochschule für Musik Franz Liszt in Weimar. 2024 folgte sie einem Ruf als Professorin an die Hochschule für Musik Würzburg.
In ihrem Spiel verbindet die junge Geigerin laut BBC Music Magazine gekonnt "Elan und Präzision". Die besondere Musikalität von Lea Birringer spiegelt sich in einer Vielzahl von Preisen und Auszeichnungen wider, darunter der Gewinn des internationalen Violinwettbewerbs Johannes Brahms. Darüber hinaus wurde sie als Preisträgerin bei den Wettbewerben Premio Rodolfo Lipizer, Kloster Schöntal, Louis Spohr und Abram Yampolsky ausgezeichnet und erhielt mehrere Sonderpreise für ihre herausragenden Interpretationen von Werken von Bach und Mozart. Für diese außergewöhnlichen Leistungen wurde sie von ihrer Heimatstadt Saarbrücken mit dem Kulturpreis geehrt.
Esther Birringer debütierte als Solistin am Klavier im Alter von 6 Jahren, was den Beginn einer außergewöhnlichen künstlerischen Laufbahn markierte. Rasch folgten erste Wettbewerbserfolge und Konzerteinladungen nach Deutschland, Italien und in die Schweiz. Diese frühen Errungenschaften ebneten den Weg zu Studien an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover und der Universität der Künste Berlin, wo Persönlichkeiten wie Karl-Heinz Kämmerling, Pascal Devoyon und Arie Vardi ihren musikalischen Weg formten. Eine langjährige Zusammenarbeit verbindet sie außerdem mit Cécile Ousset, die ihr künstlerisches Profil maßgeblich geprägt hat.
In den darauffolgenden Jahren profilierte Esther Birringer sich als vielseitige und überaus präsente Künstlerpersönlichkeit und begeisterte ihre Zuhörerschaft in führenden Sälen wie der Kölner Philharmonie, dem Konzerthaus Berlin, dem Kulturkreis Gasteig, der Münchner Residenz, der Laeiszhalle Hamburg, Schloss Elmau und dem Teatro del Maggio Musicale Fiorentino in Florenz. Ein besonderer Schwerpunkt ihres künstlerischen Schaffens stellt die Kammermusik dar. Sie musiziert mit Künstlerpersönlichkeiten wie Asya Fateyeva, Julian Arp, Solenne Païdassi, Vladimir Babeshko, Peter-Philipp Staemmler sowie dem Szymanowski Quartett. Internationale Aufmerksamkeit erregte sie zudem gemeinsam mit ihrer Schwester, der Geigerin und Professorin Lea Birringer. Das Duo rückte schlagartig ins Rampenlicht, als die Schwestern 2011 direkt nacheinander die renommierten Kammermusikwettbewerbe Premio Vittorio Gui in Florenz und Concorso Internazionale di Musica da Camera Città di Pinerolo gewannen, letzteren mit einem Sonderpreis für die beste Brahms-Interpretation.